US 1940, R Dorothy Arzner, B Tess Slesinger, Frank Davis nach einer Erzählung von Vicki Baum, K Russell Metty, S Robert Wise, M Edward Ward, P RKO Radio Pictures, Erich Pommer, D Maureen O’Hara, Louis Hayward, Lucille Ball, Virginia Field, Ralph Bellamy, Mary Carlisle, Maria Ouspenskaya, Katharine Alexander, Kopie s/w, 16mm, 90 min, OV und elektr. dt. UT, Hamburger Kinemathek e.V.

Einführung Laura Mulvey

Dorothy Arzners Filme sind insofern bedeutend, als sie das Problem des weiblichen Begehrens in einem Repräsentationssystem in den Vordergrund stellen, welches Frauen im besten Fall zugesteht, die besonderen Bedürfnisse des Systems zu erfüllen. […] Das überzeugendste Filmbeispiel dafür ist vielleicht ihr Film Dance, Girl, Dance, der unter feministischen Kritiker*innen oft als außerordentlich wichtig betrachtet wird. Es wäre allerdings falsch, diesen Film „positiv“ zu lesen, etwa als Darstellung einer Entwicklung der Heldin hin zu „Reife“ oder „Selbstbewusstsein“. Der Wert dieses Films liegt nicht in der Erschaffung einer Kulturbringerin, mit der wir uns endlich voll und ganz identifizieren können, sondern vielmehr in der Art und Weise, wie er die Identifizierung mit den Figuren an den Rand drängt und unsere Aufmerksamkeit auf die problematische Position lenkt, die diese in ihrer Welt einnehmen (Pam Cook, The Work of Dorothy Arzner. Towards a Feminist Cinema, 1975).


Pupille - Kino in der Uni