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ZA 2017, R Penny Siopis, Kopie Farbe & s/w, digital, 10 min, engl. OV, Galerie Stevenson

Im Mittelpunkt des Film steht „Skokiaan“, ein illegales Gebräu, das von Afrikaner*innen in der Kolonialzeit hergestellt wurde. Von den Autoritäten verboten, wurde das Getränk zu einer Form des Widerstandes. Der gleichnamige Jazzsong von August Msarurgwa wurde von Louis Armstrong gecovert, dessen Besuch im Süden Afrikas 1960 einer von vielen Schnittpunkten ist, an denen sich politische, kulturelle und persönliche Narrative überschneiden.

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ILLUSIONS

US 1983, R, B, P Julie Dash, K Ahmed El Maanouni, S Charles Burnett, Julie Dash, M Eugene Bohlmann, D Lonette McKee, Rosanne Katon, Ned Bellamy, Jack Radar, Kopie s/w, 16mm, 34 min, engl. OV mit dt. UT, Women Make Movies, Academy Archive

1942 – ein Jahr nach Pearl Harbor in einem fiktiven Hollywood Studio: Mignon Duprée ist eine schwarze Studioleiterin, die als Weiße „durchgeht“. Die Afroamerikanerin Ester Jeeter synchronisiert die Singstimme eines weißen Hollywoodstars. Beide müssen damit zurechtkommen, dass sie in einer Gesellschaft leben, die falsche Bilder als wahr aufrechterhält. Illusions folgt Mignons Dilemma, Esters Kampf und dem Einsatz des Hollywood-Kinos in Zeiten des Krieges: drei Illusionen im Konflikt mit der Wirklichkeit. (Women Make Movies)

Quelle: Women Make Movies / Academy Archive
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WAHLKAMPF 1932 (LETZTE WAHL)

Fragment. DE 1932/33, R, B, K, S Ella Bergmann-Michel, P Ella Bergmann-Michel, Paul Seligmann, Kopie s/w, 35mm, stumm, 13 min, DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

„Der letzte Film blieb ein Fragment. Es waren Aufnahmen von Wahlplakaten, von lebhaften Straßen-Diskussionen, von typischen, den jeweiligen Parteien zugehörigen Anhängern. Die Frankfurter Straßen und Gassen bereits mit Hakenkreuz-Fahnen, sowie Hammer und Sichel, und der bekannten Flagge mit den 3 Pfeilen geschmückt, wurden dokumentarisch festgehalten. Dann musste ich die Aufnahmen aus politischen Gründen abbrechen. Es war im Januar 1933." (Ella Bergmann-Michel, Meine Dokumentarfilme. Sprengel-Museum Hannover, Inv.-Nr. A 40. 04 – c – 01) Nach dem polizeilichen Zugriff und der Beschlagnahmung der gerade gedrehten Filmmeter entschieden Ella Bergmann-Michel und Paul Seligmann, das ungeschnittene Filmmaterial ins englische Exil zu verbringen, um es dem Zugriff der Nazis zu entziehen.

Der das Straßenbild absuchende Blick der Kamera bekommt zusätzliche politische Schärfe. Sie verweilt vor Litfaßsäulen und studiert die am abgerissenen Papier sichtbaren Zeichen des Protestes, sie sucht die Ausgänge der Arbeitsstätten, um die Angestellten zu beobachten, sie registriert verwundert die gewöhnlichen Gesten in bedrohlichen Uniformen, sie folgt dem sich versammelnden Wahlvolk, bleibt hinter einem Fahnenmast stehen. Mit zunehmender Krise und manifestem Zugriff des künftigen Regimes auf den Alltag, mit dem merklichen Einverständnis und der Selbstinszenierung der mehrheitlichen Bevölkerung, und mit den verschwindenden Resten spürbaren Widerstands wird die Flaneurin zur Zeugin, sie sichert Beweise.

© DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
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WAS WÜRDEN NAZIS NIEMALS TUN?

DE 2017, SPOTS zum Tribunal „NSU-Komplex auflösen!“, Kopie Farbe, DCP, 3 min, dt. OV mit engl. UT

Eine Umfrage auf den Straßen von Berlin: Welches Transportmittel benutzen Neonazis? Beharrlich schlägt die Moderation das Fahrrad vor, was von den Befragten als eine völlig abwegige Vorstellung beurteilt wird. In der deutschen Vorstellung scheint das Bild eines Neonazis auf einem Fahrrad unvorstellbar. Dass die NSU-Täter_innen die Nagelbombe vor den Friseurladen der Brüder Yıldırım in der Keupstrasse abstellten und zündeten oder nach den Banküberfällen mit Fahrrädern flohen, scheint nicht in die Wahrnehmungszone der Öffentlichkeit eingedrungen zu sein. Bei der Vernehmung im NSU-Prozess sagte der Kriminaloberrat Josef Wilfling, Leiter der Mordkommission in München, aus: „Ich habe noch nie einen Neonazi auf einem Fahrrad gesehen.“ (TOWERMMK, Weil ich nun mal hier lebe, 2018)

© SPOTS
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SOLITAIRE

DE 2017, R Laura J. Padgett, Kopie Farbe & s/w, DCP von 16mm, 2 min, dt. OV mit engl. UT

Den Eindruck, den SOLITAIRE vermittelt, ergibt sich aus dem Zusammenwirken von dokumentarischem Filmmaterial und Radiosendungen, die zwischen den späten 1950er Jahren bis 1972 entstanden. Die Aufnahmen wurden ausschließlich aus den Archiven des Hessischen Rundfunks ausgewählt. Der Film beschäftigt sich mit dem Konzept der Demokratie und der Idee, eine Stimme zu haben, sowie dem Zusammenhang von privatem und öffentlichem Raum. Diese Grenzen, die sich immer weiter auflösen, werden durch ihre filmische Geschichte und dem Gedanken, dass Berichterstattung ein fundamentaler Teil unseres sozialen Lebens ist, verdeutlicht. (Kasseler DOKFEST, 2018)

© Laura J. Padgett
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PERFORMING MONUMENTS

DE 2018, R Katrin Winkler, Kopie Farbe, digital, 15 min, engl. OV mit dt. UT

Das Video erforscht die Konsequenzen und (Un-)sichtbarkeiten von Völkermord, Apartheid und Rassismus in Namibia, indem es einen Blick auf die jüngsten Gedenkfeiern anlässlich des Völkermords an den Herero und Nama durch deutsche Kolonialmächte zwischen 1904 und 1908 wirft. Der Film kombiniert Aufnahmen von alten Denkmäler die an Namibia's Unabhängigkeitskampf erinnern mit Bildern von H.E.S.S. Teleskopen die kosmische Gammastrahlen messen. (Kasseler DOKFEST, 2019)

© Katrin Winkler
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Im Anschluss an das Filmprogramm Empfang

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