D 1971, R, B Cristina Perincioli, K Gisela Tuchtenhagen, S Suse Jäger, M Ton Steine Scherben, T Valeska Schöttle, P Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin, D Helga Freyer, Edda Hertel, Ulla Lange, Jeanine Rickmann, Kopie Farbe, 16mm, 28 min, dt. OV, Stiftung Deutsche Kinemathek

Vier Verkäuferinnen in einem Selbstbedienungsladen solidarisieren sich gemeinsam gegen ihren Arbeitgeber, als sie erfahren, dass ihr junger Vorgesetzter mehr verdient als sie. „In diesem Film wird gezeigt, welche zwischenmenschlichen Probleme Frauen unter sich klären müssen, bevor sie gemeinsam gegen den Unternehmer vorgehen können. Nachdem wir das erkannt hatten, haben wir Frauen gemeinsam diesen Film geschrieben und ihn selbst gedreht. Das hat Spaß gemacht. Unsere Erkenntnis dabei war: Wir brauchen keine liberalen Filmer, die sich der Emanzipation annehmen. Wir fordern die Mittel in unsere Hand!“ (Cristina Perincioli)


D 1976, R, B Edith Schmidt-Marcello mit Beate Scheunemann, Ulrike Krasberg, Gisela Zehm u.a., P WDR, Kopie Farbe, DVD von 16mm, 47 min, dt. OV, Edith Schmidt-Marcello

Der Film entstand im Winter 1975/1976 und sollte die Arbeit und Erfahrungen des Frauenzentrums Eckenheimer Landstraße in Frankfurt a. M. dokumentieren, das 1973 gegründet worden war. Einige Frauen des Zentrums hatten sich für diesen Film zu einer kleinen Arbeitsgruppe zusammengefunden, darunter Beate Scheunemann, Ulrike Krasberg, Gisela Zehm. Im Mittelpunkt der Aktivitäten des Zentrums, das etwa 20 verschiedene Arbeitsgruppen hatte, stand zu dieser Zeit der Kampf gegen den § 218, der damals auf dem Höhepunkt war. Die Frauen organisierten Bus-Fahrten nach Holland zum Schwangerschaftsabbruch, worauf die Frankfurter Polizei versuchte, das Frauenzentrum zu kriminalisieren (Edith Schmidt-Marcello).

Im Anschluss Gespräch mit Silvia Kontos

 


Kino des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums