GB 2010, R Nigel Cole, B William Ivory, K John de Borman, S Michael Parker, M David Arnold, P Stephen Woolley, Elizabeth Karlsen, Number 9 Films, D Sally Hawkins, Bob Hoskins, Miranda Richardson, Geraldine James, Rosamund Pike, Andrea Riseborough, Daniel Mays, Kopie Farbe, DCP von 35mm, 108 min, engl. OV und elektr. dt. UT, TOBIS Film

Einführung von Kirsten Huckenbeck

Made in Dagenham: Die filmische Inszenierung des Näherinnen-Streiks im Ford-Werk von Dagenham, England, die zur Verabschiedung des British Equal Pay Act (Gesetz zu gleichem Lohn für gleiche Arbeit) und letztendlich weltweit zu ähnlichen Gesetzen führte. Sally Hawkins spielt Rita O’Grady, eine willensstarke Näherin und Frau der leisen Töne, die den Streik der Arbeiterinnen, trotz des Widerstands ihrer Ehemänner, der Gewerkschaft und der politischen Vertreter*innen, anführte. Ein durch und durch feministischer Film, der wie eine Mischung aus Milk und Mad Men wirkt – und die Rolle der Frau in den 1960er Jahren ungeschönt darstellt: Überstunden machen, Abendessen kochen, für Bürgerrechte kämpfen, die Kinder zur Schule bringen, während die Ehemänner auf der Couch schlafen. Ein Film, der Sexismus unverhohlen verurteilt und trotz seines meist leichten Tonfalls die wahren Kosten des Kampfes um Bürgerrechte aufzeigt (Tom Henheffer, Maclean’s, 2010).


Pupille – Kino in der Uni