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Gina Annunziata unterrichtet Filmgeschichte an der Universität Neapel „L’Orientale“ und an der Kunstakademie Neapel. Im Jahr 2010 schloss sie ihre Promotion in „Visual Studies“ an der Universität Siena, beim italienischen Institut für Humanwissenschaften (Istituto Italiano di Scienze Umane, SUM) ab. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt v.a. auf der Darstellung des Anderen im italienischen und nordafrikanischen Film sowie im Kino des Nahen Ostens. Darüber hinaus ist sie Mitglied im wissenschaftlichen Komitee der akademischen Bücherreihe Postcolonial Film and Media Studies, herausgegeben von Leonardo De Franceschi im Verlag Aracne (Rom). Zudem arbeitet sie als unabhängige Filmkuratorin und kollaboriert seit 2008 mit nationalen und internationalen Filmfestivals.


Geboren in Düsseldorf, lebt in Berlin. Studium der Politischen Wissenschaft, Philosophie und Geschichte in Berlin, Paris und München, Promotion 1973. Ab 1972 Drehbuchautorin für Volker Schlöndorff und Ula Stöckl. Daneben schrieb sie filmtheoretische Texte, Filmkritiken, Hörspiele, Essays, Theatertexte und Bücher. Ab 1984 war sie Professorin für narrativen Film an der Hochschule der Künste Berlin und ist Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Sie hat 10 Spiel-, Dokumentar- und Essayfilme gemacht, die auf internationalen Festivals und Retrospektiven gezeigt und nationale und internationale Preise gewonnen haben. Für ihr Gesamtwerk erhielt sie den „Tribute for outstanding achievement in the art of film“.  


Rita Casale lehrt seit 2009 Bildungsphilosophie und Bildungsgeschichte an der Bergischen Universität Wuppertal. Autorin des Buches Heideggers Nietzsche. Geschichte einer Obsession (2010), hat sie verschiedene Bände zur pädagogischen Historiographie, zu feministischer Theorie und Geschichte herausgegeben und zahlreiche Beiträge zum politischen und pädagogischen Denken in der Moderne sowie zur zeitgenössischen Philosophie (Phänomenologie und Poststrukturalismus) verfasst. Zurzeit arbeitet sie an einem Buch zum Thema Bildung des Gemeinsamen.


Richard Dyer erlangte seinen Master-Abschluss in Französisch an der Universität St Andrews und seinen PhD in Cultural Studies an der Universität Birmingham. Er hält Vorträge und unterrichtet sowohl an britischen als auch an internationalen Universitäten. 1997 organisierte er die erste Reihe lesbischer und schwuler Filme am National Film Theatre London. Zu seinen Büchern zählen u.a. Stars; Heavenly Bodies: Film Stars and Society; Now You See It; White; The Culture of Queers; Pastiche; In the Space of a Song; Lethal Repetition und La dolce vita.


Prof. i.R. Dr. Sibylla Flügge, geboren 1950, studierte Rechtswissenschaften in Frankfurt a. M., aktiv in der Frauengesundheitsbewegung, seit 1983 Mitherausgeberin der feministischen Rechtszeitschrift STREIT, Tätigkeit als Rechtsanwältin, Geburt zweier Kinder, 1990-1994 Referentin für Gesundheitspolitik und Prostitution im Frauenreferat der Stadt Frankfurt a. M., 1994 bis 2016 Professorin an der Frankfurt University of Applied Sciences mit dem Schwerpunkt „Recht der Frau“, zugleich Frauenbeauftragte der Hochschule. Forschungen zur Rechtsgeschichte von Frauen, zur Geschichte der Hebammen und zum Familienrecht.


Annette Förster, freie Kuratorin und Filmhistorikerin und seit den 80er Jahren eine zentrale Protagonistin der niederländischen feministischen Filmszene. Sie hat zahlreiche Frauenfilmfestivals und -programme kuratiert und zu Frauen und Film, insbesondere Stummfilm, international geforscht und geschrieben. 2017 erschien ihr eindrucksvolles Buch Women in the Silent Cinema. Histories of Fame and Fate (Amsterdam University Press).


Pavla Frýdlová ist eine Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Publizistin. Bis 1990 arbeitete sie als Dramaturgin und Redakteurin in den Barrandov Filmstudios in Prag. Parallel dazu beschäftigte sie sich mit Filmtheorie und Filmkritik, im Trafoverlag ist 1996 ihre Studie FrauenFilme in Osteuropa erschienen die mit Unterstützung des Berliner Senats entstand. Sie ist Mitbegründerin der Prager NGO Gender Studies, wo sie 12 Jahren das internationale Oral-History Projekt „Women´s Memoy: Searching for Identity under Socialism“ geleitet hat. Auf der Basis von Interviews mit Frauen verschiedener Generationen hat sie eine Reihe von Publikationen, Radiosendungen und Dokumentarfilme herausgebracht. Sie ist Trägerin des amerikanischen Zirin Preises für ihren außergewöhnliche Beitrag für die Frauenstudien in Mittel- und Osteuropa. 


Borjana Gaković studierte Medien- und Filmwissenschaft in Potsdam und Berlin. Ko-Redakteurin der 68. Ausgabe der Zeitschrift Frauen und Film (Aufbruch. Regisseurinnen der 60er) und der kinopolitischen Quartalszeitschrift Kinema Kommunal. Sie ist Medienpolitische Sprecherin des Bundesverbands kommunale Filmarbeit e.V. und präsentiert Filmprogramme in verschiedenen Kinos. Sie wirkte bei zahlreichen film-, theater- und medien(theorie)bezogenen Projekten mit, u.a. als Ko-Kuratorin des Symposiums Feministisch wider Willen im Rahmen des 17. goEast – Festival des Mittel- und Osteuropäischen Films in Wiesbaden 2017, an dem von Sabine Schöbel initiierten Projekt Aufbruch der Autorinnen (Zeughauskino Berlin, 2015 und 2016), der Ausstellung und Filmreihe Kinoarchäologie im Rahmen des Projektes Living Archive – Archivarbeit als künstlerische und kuratorische Praxis der Gegenwart (2013) sowie Asynchron – Dokumentar- und Experimentalfilme zum Holocaust (2015) des Arsenal – Institut für Film- und Videokunst e.V. Sie lebt in Berlin.


Die Politikwissenschaftlerin Hadija Haruna-Oelker (*1980) lebt und arbeitet als Autorin, Redakteurin und Moderatorin in Frankfurt am Main.  Hauptsächlich arbeitet sie für den Hessischen Rundfunk - unter anderem für die Sendung Der Tag (hr2 Kultur). Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Jugend und Soziales, Migration und Rassismusforschung. Haruna-Oelker ist Mitherausgeberin des Sammelbandes Spiegelblicke - Perspektiven Schwarzer Bewegung in Deutschland (Orlando Verlag). Sie ist Preisträgerin des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gestifteten KAUSA Medienpreises 2012 „Macht sie sichtbar – Bildungswege von Migrantinnen und Migranten“ und des ARD-Hörfunkpreises Kurt Magnus 2015. Darüber hinaus ist sie in der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und dem Journalistenverband Neue Deutsche Medienmacher (NDM) aktiv. Mehr zu ihrer Person


Adelheid Heftberger ist Slawistin und Filmwissenschaftlerin und derzeit Referatsleiterin im Bundesarchiv in Berlin (zuständig für Filmbenutzung). Davor war sie im Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (Potsdam) und im Österreichischen Filmmuseum (Wien) als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Archivarin beschäftigt. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Digital Humanities, Filmarchivierung und Filmwissenschaft. Zu ihren Publikationen zählen Kollision der Kader. Dziga Vertovs Filme, die Visualisierung ihrer Strukturen und die Digital Humanities, außerdem zahlreiche Artikel zu russisch/sowjetischem Kino, Visualisierung von Film, Digital Humanities und zum Zugang zu historischen (Film)sammlungen auf digitalen Plattformen.


Kirsten Huckenbeck, geb. 1966, Studium der Gesellschaftswissenschaften an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, seit 1994 Redakteurin der unabhängigen Gewerkschaftszeitung "express", seit 2007 Dozentin im Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Fachhochschule Frankfurt a.M./FRA UAS; darüber hinaus aktiv in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit für ÖTV/ver.di.
Arbeitsschwerpunkte: Europa und seine Grenzen, soziale Spaltung und prekäre Arbeit, migrantische Arbeitsverhältnisse und (Selbst-)Organisierung; aktiv im gewerkschaftlichen Netzwerk "Migration und Arbeit". Zahlreiche Veröffentlichungen zu Arbeitskämpfen, neuen Arbeitskampfformen und migrantischen Arbeitsverhältnissen.


Recha Jungmann studierte in den 1950er Jahren an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover und arbeitete anschließend als Schauspielerin, u.a. am Schauspielhaus Frankfurt. 1968 drehte sie ihren ersten Dokumentarfilm, Renate, der erfolgreich auf nationalen und internationalen Festivals lief. 1972 drehte sie den Kurzfilm Two Right, Two Left, Drop One, der beim 1. Womens-Filmfestival Toronto uraufgeführt wurde. Von 1975 bis 1978 arbeitete sie als Autorin und Regisseurin für die Sendung Schülerexpress beim ZDF. Ihr Spielfilm Etwas tut weh (1979) hatte Uraufführung beim Filmfestival Rotterdam und lief 1980 im Forums-Programm auf der Berlinale. Ihr nächster Spielfilm Zwischen Mond und Sonne, feierte im Jahr darauf auf der Berlinale Uraufführung. 1981/82 entstand die dreiteilige Fernsehserie Unsere Mütter, unsere Väter, die dokumentarische und fiktionale Elemente enthält. Seit den 1990er Jahren arbeitete sie fürs Fernsehen und realisierte zahlreiche Fernsehdokumentationen u.a. für das ZDF, den HR, den WDR, SWF. Darüber hinaus war sie als Autorin für die Sendung Bücher, Bücher des HR tätig und entwickelte Drehbücher für TV-Spielfilme und Magazinbeiträge. Recha Jungmann lebt in Frankfurt.


Kathi Kamleitner ist Doktorandin an der University of Glasgow. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Geschichte von Frauenfilmfestivals und feministischer Filmkultur. Sie arbeitete für Filmfestivals wie die Berlinale und Africa in Motion in Schottland und kuratiert Filmveranstaltungen an feministischen Institutionen wie der Glasgow Women’s Library. Sie ist außerdem Mitglied des Radical Film Network Scotland, einem losen Kollektiv für alternative kulturelle Organisationen in Schottland. 2018 hat Kathi das feministische Filmfestival Femspectives in Glasgow mitgegründet. Momentan arbeitet sie an der Fertigstellung ihrer Dissertation sowie an der ersten Ausgabe von Femspectives im März 2019. 


Maren Kroymann, Schauspielerin, Kabarettistin und Sängerin, eroberte viele Herzen mit ihrem ersten Bühnenprogramm „Auf Du und Du mit dem Stöckelschuh“. Einem breiten Publikum wurde sie durch ihre Rollen in den TV-Serien „Oh Gott, Herr Pfarrer“ und „Mein Leben und ich“
bekannt. Als erste Frau hatte sie ihre eigene Satiresendung „Nachtschwester Kroymann“ in den 90ern in der ARD, die seit 2017 mit der Sketch-Comedy-Show KROYMANN eine aktuelle Nachfolge erfährt und 2018 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Mit ihrer ausdrucksstarken Stimme überzeugt sie als Hörbuchsprecherin (aktuell ERINNERUNG EINES MÄDCHENS von Annie Ernaux) und Sängerin, so auch in ihrem Bühnenprogramm „In My Sixties“.


Laura Mulvey ist eine der Initiatorinnen des Women’s Event, welcher 1972 als Teil des Edinburgh International Film Festival stattfand. Sie ist "Fellow" (Ehrenmitglied) der British Academy und Professorin für Filmwissenschaft am Birkbeck College der University of London. 1975 veröffentlichte sie den Essay Visual Pleasure and Narrative Cinema, welcher als Meilenstein feministischer Filmtheorie gilt. Sie ist u.a. Urheberin von Visual and Other Pleasures (Macmillan 1989/2009) und des Buches Death Twenty- four Times a Second: Stillness and the Moving Image (Reaktion Books 2006), welches mit der Verlagerung des klassischen Zuschauens in digitale Sphären erneut ein Thema von zeitgenößischer Dringlichkeit umschrieb. Sie ist außerdem Mit-Herausgeberin dreier Essaysammlungen. In Zusammenarbeit mit Peter Wollen produzierte sie sechs Essay-Filme, darunter Riddles of the Sphinx (British Film Institute 1977; DVD 2013) und Frida Kahlo and Tina Modotti (Arts Council 1980). Mulvey wurde bereits vier mal die Ehrendoktorwürde verliehen, und sie ist Ehrenmitglied der Society for Cinema and Media Studies.


Lynda Myles ist eine der Initiatorinnen des Women’s Event, welcher 1972 als Teil des Edinburgh International Film Festival stattfand. Von 1973 bis 1980 war sie Leiterin des Edinburgh International Film Festival, anschließend leitete sie zwei Jahre lang das Pacific Film Archive der University of California, Berkley, für das sie auch Filmreihen kuratierte. Bei Columbia Pictures stieg sie als Senior Vice-President ein, zudem arbeitete sie zwei Jahre als Programmredakteurin für Drama-Produktionen des BBC. Seit den 90er-Jahren arbeitet sie als Produzentin für Independent-Filme, darunter Alan Parkers vielfach ausgezeichneter The Commitments (1991) und Stephen Frears Filme The Snapper und The Van. Neben ihrer Produzentinnentätigkeit ko-leitete Myles von 1990 bis 1994 das East-West Producers Seminar, ein Trainingsprogramm für junge Produzent*innen in Osteuropa. Von 2004 bis 2017 hatte sie die Leitung des Fachs Regie/Spielfilm der britischen National Film and Television School inne. Myles arbeitet noch immer als Filmproduzentin und betreut aktuell mehrere Projekte.


Sibylle Nägele, geboren in Brettach/Heilbronn, lebt seit 1977 in Berlin. Studium der Germanistik, Anglistik und Philosophie an der Freien Universität Berlin und am Trinity College Dublin/Irland.
Die Autorin schreibt vor allem Prosa: Kriminalromane und Kriminalerzählungen, im Radio wurden Kurzhörspiele und Kindergeschichten gesendet. Buch Die Potsdamer Straße. Geschichten, Mythen und Metamorphosen, zusammen mit Joy Markert, Berlin 2011. Seit 2009 Literatur-Salon Potsdamer Straße zusammen mit Joy Markert, mit bislang über 200 Veranstaltungen: Lesungen, Stadtführungen, Atelier- und Galerientouren.


Dr. Helen Pankhurst ist als Frauenrechtsaktivistin und Beraterin für CARE International im Vereinigten Königreich und Äthiopien tätig. Sie verfügt über eine weitreichende Medienerfahrung, u.a. gab sie nationalen und internationalen Radiosendern und Zeitungen Interviews und war am Film Suffragette – Taten statt Worte (2015) beteiligt. Ihre Arbeit in Äthiopien umfasst auch die Unterstützung für die Entwicklung von Programmen in den verschiedensten Bereichen, aber immer mit einem Fokus auf die Interessen und Bedürfnisse von Frauen und Mädchen. Im Vereinigten Königreich äußert sie sich als Rednerin und Autorin zu feministischen Themen. Außerdem steht sie an der Spitze des von CARE International alljährlich am 4. März organisierten #March4Women in London. Helen ist die Urenkelin von Emmeline Pankhurst und die Enkelin von Sylvia Pankhurst, beide Galionsfiguren der britischen Suffragettenbewegung.


Sophie Charlotte Rieger ist Journalistin, Filmkritikerin und Bloggerin und betreibt seit 2014 das feministische Online-Filmmagazin FILMLÖWIN. Dort widmet sie sich vornehmlich Werken von und über Frauen sowie der Geschlechtergerechtigkeit vor und hinter den Filmkameras. Rieger hält Vorträge und Seminare zu eben jenen Themen und ist in verschiedenen Jurys aktiv, beispielsweise beim Juliane Bartel Medienpreis.


Gabrielle Rosaleva begann 1980 als Regisseurin zu arbeiten. Damals kaufte sie ihre erste Kamera und drehte mehrere Kurzfilme und machte so den ersten Schritt in die Welt des Films. In den darauffolgenden Jahren führte sie bei vielen Filmen Regie, u.a. Processo a Caterina Ross (1982), Spartaco (1985), Sonata a Kreutzer (1985), La Sposa di San Paolo (1989). Sie drehte auch Fernsehfilme, Dokumentarfilme (z.B. La vocazione, Erstausstrahlung 1984) und Radiohörspiele. Rosaleva ist eine eklektische Künstlerin, die in ihrem Leben nichts unversucht ließ um ihrer Leidenschaft für die Konstruktion der Bilder zu frönen. Sie ist außerdem eine exzentrische Filmautorin: ihr Filmstil und der Produktionsalltag passen perfekt zum experimentellen Film der 1980er und 1990er Jahre. Der Gebrauch elektronischer Musik, irritierende Inserts und Standbildeinstellungen, die malerische Komposition der Bilder sind ein paar von vielen Elementen, die für ihre Filme charakteristisch sind und sie von der konventionellen Praxis abheben.


Rosalinde Sartorti, Dr. phil., Kulturwissenschaftlerin, Slawistin, Übersetzerin; Akademische Rätin a.D. am Osteuropa-Institut, Freie Universität Berlin.  
Themen in Forschung und Lehre: Russische Kulturgeschichte  (19. und 20. Jahrhundert) und Kulturtheorie, Visuelle Medien  und Politische Ikonographie mit dem Schwerpunkt  Film und Fotografie. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Fotografie, Alltagskultur, Mythenbildung in der Moderne und kulturellem Gedächtnis.


Sabine Schöbel ist promovierte Filmwissenschaftlerin, Kulturmanagerin und Experimentalfilmerin. Veröffentlichungen: DIE ZWEI. Weibliche Doppelfiguren im europäischen Aufbruchskino (2009), Aufbruch. Regisseurinnen der 60er, Frauen und Film Nr. 68 (Hg. mit Borjana Gaković, 2016). Kinoprogramme: Czech on Tour (mit Marketa Šantrochová und Doreen Blau, 2012/2013), El cine de la transición (2013), Aufbruch der Autorinnen (2015), Aufbruch der Autorinnen II (2016), Die umstrittene Transición (2016). Ihr Experimentalfilm lupinen löschen wird 2007 im Forum Expanded der Berlinale uraufgeführt. GRUNSKE, ein experimenteller Kurzfilm über die Ruinen des Palasts der Republik, 2009/10 bei den Rencontres Internationales. Vom Verband der Deutschen Filmkritik wird EZB 2011-2012 für die Auszeichnung Bester Film 2014 in der Kategorie Experimentalfilm nominiert.


Während und nach dem Studium der Soziologie, Literatur und Medienwissenschaften in Frankfurt am Main Darstellerin bei Einar Schleef in Frankfurt am Main und Berlin. Nach dem Studium zunächst als Werbetexterin und Autorin tätig.  Im 2000 beginn einer künstlerischen Laufbahn. Seit 2008 Mitinhaberin der turanskyj&ahlrichs medienproduktion, die den Anspruch hat das moderne zeitgenössische Autor*innenkino zu stärken. Turanskyjs Filme werden auf internationalen Festivals und Ausstellungskontexten gezeigt (u.a. Berlinale, Göteborg, Rio de Janeiro, Cannes/ACID) sind preisgekrönt und im Kino ausgewertet. Außerdem unterrichtet sie an verschiedenen Hochschulen, hält Vorträge auf Konferenzen über „Gender&Film“ und ist Mitbegründerin von Pro Quote Regie/Film, einer Organisation, die sich seit 4 Jahren erfolgreich für Gleichberechtigung und Diversität im Film- und Medienbereich einsetzt.  


Barbara Wurm ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Slawistik an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie 2017 nach knapp einem Jahrzehnt Filmarchivarbeit mit der Dissertation Neuer Mensch – Neues Sehen. Der sowjetische Kulturfilm promoviert wurde. Neben Forschung und Lehre im Bereich osteuropäischer Film und Literatur (zuletzt mit Texten zu Piwowski und Muratova) arbeitet sie als freie Kuratorin („Revolution“, Zeughauskino Berlin, 2017; „Reluctant Feminism“, goEast, 2017; „Baltic Cinema/s“, goEast, 2018) sowie als Film-Kritikerin (taz, kolik.film, filmdienst, u.a.). Sie berät, sichtet und schreibt Katalogtexte für die Festivals „Dok Leipzig“ und „goEast“.