GB 1917, Kopie s/w, 35mm, 7 min, stumm, BFI National Archive

Ein von Suffragetten in Villers-Cotterêts in Frankreich geführtes Krankenhaus zeigt Krankenschwestern der NUWSS (Nationale Vereinigung von Gesellschaften für das Frauenwahlrecht), die mit großer Kompetenz die Verwundeten der Westfront behandeln. Ohne auf Anweisungen von der Regierung zu warten, die ihnen vorschreiben, wie sie nützlich sein könnten, sammelten diese Frauengruppen Gelder und organisierten die Arbeitsabläufe in den Krankenhäusern. (Bryony Dixon)


R 1914, R Pyotr Chardynin, B Aleksandr Voznesensky, K Boris Zavelev, P A. Khanzhonkov & Co. Ltd, D Vera Yureneva, Ivan Mozzhukhin, Maria Morskaya, Praskovya Maksimova, Kopie s/w, 35mm, 42 min, stumm , holl. ZT mit elektr. dt. und engl. UT, EYE Film Instituut Nederland

Ärztinnen spielen eine besondere Rolle in der Geschichte der Frauenbewegung. Sie waren die ersten Frauen, die zu einem akademischen Studium zugelassen wurden. Der Russin Nadeschda Suslowa gelang 1867 an der Universität Zürich der Durchbruch. Andere folgten – zumal Russinnen, sie können als Wegbereiterinnen des Frauenstudiums gelten. Woman of Tomorrow nimmt diese Geschichte auf, wenn er gerade eine Ärztin als „Frau von morgen“ vorstellt. Das Thema des Films ist aber nun die ausgebildete Ärztin in ihrer Berufstätigkeit und wie sie damit lebt und leben kann. Es ist ihr Problem, mit dem sie der Mann, den sie liebt, allein läßt. Er kann sich anderweitig Ausgleich suchen. Während sie nicht nur engagierte Ärztin ist, sondern auch eine gefragte Rednerin im Kampf für Frauenrechte. Was für Männer in Ehen selbstverständlich möglich ist, daß der Beruf vorgeht und wenig Zeit für die Frau zuhause bleibt, das, zeigt der Film, gilt keinesfalls im umgekehrten Fall. Die Frau scheint am Ende wieder vor die Entscheidung Beruf oder Liebe gestellt. Es wurde ein zweiter Teil von Woman of Tomorrow gedreht, der zeigt, daß die „Frau von morgen“ die Entscheidung für den Beruf nicht zurücknimmt. Es bedarf aber dieser Zuendeführung der Geschichte gar nicht, weil wir bereits gesehen haben, wie sich für die Protagonistin Liebe von der Arbeit gar nicht trennen läßt, oder auch nicht die Arbeit von der Liebe. Ein ergreifender Moment. Und die Lebensfrage, vor der unsere Protagonistin am Ende steht, bleibt sowieso, bis heute (Heide Schlüpmann).

Am Flügel begleitet von Ruth Bieri

Einführung von Barbara Wurm


Pupille – Kino in der Uni