D 1981, R, B Recha Jungmann, K Marian Czura, Keith Surridge, Rolf Silber, S Eva Voosen, P Pahl-Film/ZDF, Kopie s/w, betaSP, 90 min, dt. OV, ZDF
Teil I: Frauen ohne Vater, ohne Mann, 30 min
Teil II: Deutsche Idealisten, 30 min
Teil III: Zerstörtes Vaterbild, 30 min

Zu Gast Recha Jungmann

Der Zweite Weltkrieg wird in Spiel- und Dokumentationsfilmen oft behandelt; seine unmittelbare Erbin, die Nachkriegszeit, kommt meistens zu kurz. […] Durch ihre überlegte Dramaturgie wußte Recha Jungmann viel vom unerfüllten Leben jener Jahre mitzuteilen – vielleicht gerade den Töchtern und Enkelinnen „unserer Mütter“. […] Daß aus den drei Teilen kein Ganzes wurde, hat nicht Recha Jungmann, sondern das ZDF zu verantworten. Es war gedankenlos und unwürdig, wie hektisch hier der Nachspann heruntergekurbelt werden mußte, damit alsbald kreischend der Kinderfunk hereinfegen konnte, mit einer Stimme, der unsere Mütter, unsere Väter hörbar gleichgültig waren. […] Denn einen Abend hätte dieser sensibel und intelligent gemachte Film wahrlich zu füllen vermocht. Er zeigte, wie Politik und Geschichte den Alltag des einzelnen prägen oder gar entstellen. Viele sind davon betroffen, manche wissen es gar nicht (mehr) (Eberhard Seybold, Frankfurter Neue Presse, 10. März 1982).


Kino des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums