USA 1970, R, B Barbara Loden, K, S Nicholas T. Proferes, M Dave Mullaney, T Lars Hedman, Richard Vorisek, Dick Vorisek, Harvey Greenstein, L Lars Hedman, P Barbara Loden, Harry Shuster, D Michael Higgins, Barbara Loden, Frank Jourdano, Valerie Manches, Dorothy Shupenes, Peter Shupenes, Jerome Thier, Marian Thier, Anthony Rotell, M. L. Kennedy, Kopie Farbe, 35mm, 105 min, engl. OV und elektr. dt. UT, Arsenal - Institut für Film und Videokunst, Berlin

Einführung Elena Baumeister und Jan Wetzel

Weibliche Filmpionierin, die sie war, mußte Barbara Loden ohne Netz arbeiten, ohne Rollenvorbilder, ohne ein Netzwerk von Mitarbeiterinnen (´sisterhood´ war noch nicht erdacht), in einer Leere. Von ihrem einsamen Kampf wissen wir praktisch nichts […] wenn wir nach ihrer Stimme suchen, bleiben uns daher nur die Geschichten, die sie erdichtete. Doch abgesehen von Wanda, der kaum zu sehen ist, sind ihre Arbeiten verschwunden oder gar nicht verfügbar. Kein Wunder, daß das Leben von Frauen oft nicht mehr ist „als ein kleiner Kratzer auf den Tafeln der Geschichte“. Also wende ich mich wieder Wanda zu, der Erzählung von der sentimentalen Bildung einer Frau, die trotz der Unterschiede von Namen, Alter, Klasse oder ethnischer Herkunft, Barbara Loden selber sein könnte, oder du, oder ich. (Bérénice Reynaud, The Last Great American Picture Show, 1995)


Kino des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums