Daughters of the Dust

© Park Circus / ITV Studios

US, GB 1991, R, B Julie Dash, K Arthur Jafa, S Joseph Burton, Amy Carey, M John Barnes, T Jeremy Hoenack, P Julie Dash, Arthur Jafa, Steven Jones, American Playhouse, Geechee Girls, WMG Film, D Cora Lee Day, Alva Rogers, Barbara O, Trula Hoosier, Umar Abdurrahman, Adisa Anderson, Kaycee Moore, Kopie Farbe, DCP von 35mm, 112 min, engl./Gullah OV, Park Circus

Schauplatz von Daughters of the Dust sind die Inseln vor der Küste von South Carolina zur Jahrhundertwende. Eine Gullah-Familie [Nachfahren ehemaliger Sklav*innen westafrikanischer Herkunft, die in Kolonien entlang der unteren Atlantikküste Amerikas lebten, Anm. d. Red.] trifft sich zu einem „letzten Abendmahl“, bevor die meisten Mitglieder zu einem neuen Leben auf dem Festland aufbrechen. Der Film erzählt von Verwurzelung und Migration, vom Zusammenkommen und Sich-Auflösen eines Familienverbands. Im Zentrum der Handlung stehen die Frauen als Bewahrerinnen des afrikanischen kulturellen Erbes. [...] Die nicht-lineare Handlung knüpft an den Griot-Stil der westafrikanischen oralen Kultur an, wobei Erinnerungen und Objekte, aus denen die Handlung gewoben ist, mit Bedeutung aufgeladen sind. „Der Griot erscheint bei einer Geburt, einer Hochzeit oder einem Begräbnis und erzählt mehrere Tage lang die Familiengeschichte, wobei seine Erzählungen an der Peripherie ansetzen und sich ein- und aus-, aus- und einfädeln“, erklärt Dash. „Ich habe mich entschieden, Daughters of the Dust gemäß dieser Tradition zu erzählen.“ (Karen Alexander, Sight and Sound, Nr. 3/1993)


MI 27.11.19

19.30

Pupille – Kino in der Uni