USA 1931 | Regie: Dorothy Arzner | Buch: Zoë Akins, nach „Blind Mice“ von Vera Caspary, Winifred Lenihan | Kamera: Harry Fischbeck | Schnitt: Jane Loring | Musik: Ralph Rainger | Darsteller*innen: Judith Wood, Charles „Buddy“ Rogers, Paul Lukas, Stuart Erwin, Frances Dee | Produktion: Paramount Pictures | s/w | 35mm preservation print courtesy of the UCLA Film & Television Archive | 77 min | amer. OV | UCLA / Park Circus

Working Girls erzählt die Geschichte zweier Schwestern, May und June Thorpe, die aus Rockville, Indiana, nach New York City kommen, mit dem klaren Ziel als „working girls“ [dt.: arbeitende Mädchen] Karriere zu machen. Die Zweideutigkeit des Filmtitels wird im Film nie direkt thematisiert. Aber die Doppeldeutigkeit des Begiffs „working girl“ ist die ganze Zeit offensichtlich: Im unschuldigen wörtlichen Sinn als arbeitendes Mädchen und in seiner späteren Bedeutungsebene, die besagt, dass Frauen, die außerhalb des eigenen Haushalts arbeiten [„anschaffen“, anm. d. Übers.] moralisch verdächtig waren (so dass der Ausdruck „working girl“ schließlich Synonym für „Prostitutierte“ wurde). Die beiden Schwestern müssen gleichzeitig die sexuelle Politik in Arbeit und Beziehung erlernen. May und June ziehen ins Rolfe House, ein Wohnheim für alleinstehende, arbeitende Mädchen wie sie es sind, d.h. Frauen aus ärmlichen Verhältnissen mit nur wenigen Ressourcen. Die Schwestern gehen zur Arbeit: Sie finden eine Anstellung und einen festen Freund. Wie in allen Filmen von Arzner, in denen Frauengemeinschaften eine Rolle spielen, gibt es starke Bande zwischen den Frauen im Wohnheim. Und gleichzeitig parodiert Arzner solche Institutionen auf eine warme Art. (Judith Mayne, 1994)

Einführung Madeleine Bernstorff


GB 1963 | Regie: Joan Littlewood | Kamera: Walter Lassally | s/w | DCP von 16mm | stumm | 3 min | British Film Institute / The Estate of Joan Littlewood

Staubiges Autorennen um die Kurve, Paare schauen vergnügt oder angespannt, halten an ihren Wettpapieren fest; Kinder an ihren Candys... Die Begleitung eines Mannes hat nur ihre Stöckelschuhe dagelassen, er streckt seine Zunge in die Kamera.


FR, 26.11.21

22.00

Pupille – Kino in der Uni

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