© DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Frankfurt am Main, Bildarchiv

USA 1937 | Regie: Mitchell Leisen | Buch: Preston Sturges | Darsteller*innen: Ray Milland, Jean Arthur, Edward Arnold | Produktion: Paramount | s/w | 35mm | 88 min | amer. OV

Die Geschichte von Easy Living bediente sich der realen des Waldorf Towers, das, während der Wirtschaftskrise erbaut, eine Finanzkatastrophe wurde. Wie kann, lässt Sturges den Hotelbesitzer im Film sagen, ein so phänomenales Ding ein solcher Reinfall sein. In Untersicht sieht man seine immensen wabenhaften, in den Himmel sich verjüngenden Fassaden.

Der Film beginnt mit einer Abwärtsbewegung innen. Der Großfinanzmann J.B. Ball, der Bull of Broad Street, fällt die elegante Treppe seines Stadthauses herunter. Kurz darauf folgt eine Kamerabewegung außen einem Nerzmantel, den er, in Rage, vom Dach des Hauses hinunterwirft. Darauf reist seine Frau nach Florida ab – ins Miami Biltmore oder ins Don Cesar wahrscheinlich. Er zieht der Einfachheit halber – auch für die filmische Dramaturgie – in das leerstehende Waldorf Louis und macht so unbeabsichtigt dafür Reklame. Es gibt den offensichtlich unberechenbaren Auf- und Abwärtsbewegungen der Börse und der Gefühle den adäquaten Rahmen. (Frieda Grafe, „Filmhistorischer Hotelführer“, 1990)


MI, 02.02.22

20.15

Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

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