© Stephanie Rothman

USA 1974 | Regie, Buch: Stephanie Rothman | Kamera: Daniel Lacambre | Schnitt: John O’Connor | Musik: Michael Andres | Darsteller*innen: Sarah Kennedy, Laurie Rose, Mark Thomas, Lynne Guthrie, Ken Del Conte, Solomon Sturges, Gene Elman | Produktion: Dimension Pictures | Farbe | 35mm | 81 min | amer. OV | UNCSA Moving Image Archives

Stephanie Rothman drehte mehrere Working-Girl-Filme im Sexploitation-Genre, dessen Vorgaben von Action, Sex und möglichst vielen nackten Frauenkörpern sie in Kauf nahm, nicht ohne gleichzeitig jeden Spielraum zu nutzen, um ihr wichtige feministische Überzeugungen einfließen zu lassen, so z.B. in The Student Nurses. 1974 nahm sie erneut einen Auftragsfilm über eine Frauen-WG und deren sexuelle Abenteuer an, nennt die Ideologie aber beim Namen: The Working Girls (USA 1974). Jura-Studentin Jill arbeitet trotz Bedenken als Stripperin, Denise finanziert ihre Malerei (bevorzugtes Motiv: nackte Männerkörper) durch Werbeplakate, die arbeitslose Honey gibt eine Annonce auf: „I will do anything for money. Have a M.A. in math.“ Die beruflichen Fähigkeiten und Qualifikationen der Frauen interessieren niemand, als Sex-Arbeiterinnen hingegen können sie überall anfangen. The Working Girls erzählt von Nacktheit als Arbeit und damit auch von den Bedingungen seiner Produktion. (Birgit Kohler, Arsenal – Institut für Film und Videokunst, 2002) 


GB 1963 | Regie: Joan Littlewood | Kamera: Walter Lassally | s/w | DCP von 16mm | 3 min | stumm | British Film Institute / The Estate of Joan Littlewood

Zuerst kommt das Essvergnügen: Burger werden verdrückt, Suppe gelöffelt – es fehlt Salz... Dann Kaffee, Tee und üppige Torte. Szenenwechsel: Arbeiterinnen – Bienen. Elefantenrüssel werden im Zoo gefüttert, ein gelangweilter Babyaffe kaut an seinem Spielseil.


Im Anschluss Online-Gespräch mit der Regisseurin Stephanie Rothman

Moderation: Verena Mund


SA, 27.11.21

19.30

Pupille – Kino in der Uni

Tickets